AKTUELLES

Aktuelle Neuigkeiten zu den Themen Flucht, Asyl, Menschenrechte und Gesundheit sowie Meldungen aus dem Zentrum ÜBERLEBEN finden Sie auch auf Twitter.
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15. Dezember 2016: Resolution der Generalversammlung des International Rehabilitation Council for Torture Victims (IRCT)

Vom 4. bis 9. Dezember fand die fünfte Generalversammlung des IRCT in Mexico statt. Ihren Abschluss fand die sechstäglige Fachtagung der 152 Rehabilitationszentren für Folteropfer mit der Niederschrift allgemeiner Vorsätze und Beschlüsse. Die Inhalte der Resolution sind hier zu finden:

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30. November 2016: Ergebnis der 18. Kunstauktion zugunsten der Überleben – Stiftung für Folteropfer

In der IHK Berlin boten Kunstliebhaber/innen traditionell am ersten Advent um die Wette, um die Arbeit der Überleben – Stiftung für Folteropfer zu unterstützen. Auch in diesem Jahr hatten namenhafte Künstler wie El Bocho, Rainer Fetting, Thomas Florschuetz, Barbara Klemm und Barbara Quandt sowie zahlreiche Galerien Kunstwerke zur Verfügung gestellt, die bereits einige Tage vorher im Foyer des Ludwig-Erhard-Hauses ausgestellt wurden.

>>> Pressemitteilung_Auktionsergebnis

21. November 2016: Pressemitteilung – 18. Benefizauktion zugunsten der Überleben – Stiftung für Folteropfer am 27.11.2016 im Ludwig-Erhard-Haus der IHK Berlin

Kunstschaffende und Kunstliebhaber_innen engagieren sich für Opfer von Folter, Flucht und Verfolgung, die im Zentrum ÜBERLEBEN einen Ort der Zuflucht finden.

>>> Pressemitteilung_18. Kunstauktion

02. November 2016: Jahresbericht 2015 des Zentrum ÜBERLEBEN veröffentlicht

Auch 2015 standen wir in Deutschland vor der großen Herausforderung, die Schutzsuchenden in unsere Gesellschaft zu integrieren, ihnen echte Perspektiven und die Chance auf eine menschenwürdige Zukunft zu bieten. Im aktuellen Jahresbericht sehen Sie, was das Zentrum ÜBERLEBEN hierfür leistet.

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26.Oktober 2016: Merkblatt für Behandlungsmöglichkeiten von traumatisierten Geflüchteten veröffentlicht

Das Zentrum ÜBERLEBEN hat, gefördert durch Gefördert durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), ein Merkblatt für niedergelassene Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten zu Behandlungsmöglichkeiten von traumatisierten Geflüchteten herausgebracht. Die psychotherapeutische und psychosoziale Versorgung geflüchteter Menschen wird in Deutschland bisher zu großen Teilen von über 30 psychosozialen Zentren übernommen, die sich auf diese besondere Gruppe spezialisiert haben. Aufgrund der hohen Zahl Schutzsuchender aus Kriegs- und Krisengebieten wächst der Bedarf an psychotherapeutischer, psychologischer und auch psychiatrischer Versorgung. Der Behandlungsrahmen der Psychotherapie mit Geflüchteten ist für viele Therapeutinnen und Therapeuten ungewohnt. Das Merkblatt für niedergelassene Psychotherapeut/innen soll die nötigen Basisinformationen und damit Sicherheit im Umgang mit den besonderen Bedürfnissen der Zielgruppe vermitteln.

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25. Oktober 2016: Behandlungszentrum für Folteropfer e. V. in gemeinnützige GmbH umfirmiert

Seit dem 21. September 2016 firmieren die Geschäftsabteilungen des Behandlungszentrums für Folteropfer e. V. (bzfo e. V.) einschließlich des Zentrums für Flüchtlingshilfen und Migrationsdienste als Zentrum ÜBERLEBEN gGmbH. In der Zentrum ÜBERLEBEN gGmbH wird das breite Angebot von psychologischer Behandlung, integrativen Maßnahmen und Qualifizierungsmöglichkeiten für traumatisierte Geflüchtete sowie für Migrantinnen und Migranten zusammengefasst. Aus vereinsrechtlichen Gründen und nach der jüngsten Rechtsprechung des Kammergerichts wurde es notwendig, alle Geschäftstätigkeiten des Vereins bzfo e. V. in die neue Rechtsform der gemeinnützigen GmbH zu überführen.

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14. September 2016: Forderungspapier des BNS an die Berliner Politik

Das Berliner Netzwerk für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge (BNS) setzt sich seit 2008 für die Verbesserung der Aufnahmebedingungen und Versorgung von Geflüchteten mit besonderen Bedarfen im Sinne der EU-Aufnahmerichtlinie 2013/33/EU ein. Neben der Aufnahmerichtlinie sind auch in völkerrechtlich verbindlichen Verträgen, wie die Kinderrechts-, Behindertenrechte- und Menschenrechtskonvention, besondere Rechte der Geflüchteten mit besonderen Bedarfen kodifiziert. Diese Rechte gelten für alle Personen, unabhängig von ihrer Nationalität und müssen daher auch für Personen aus sogenannten „sicheren Herkunftsstaaten“ gewährleistet sein. Dazu formuliert das BNS folgende Forderungen an die Politik:

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08. August 2016: Fortbildung zum Umgamg mit Trauma und Flucht am 09. September

Was ist ein Trauma? Wie sieht die Situation der Geflüchteten in Berlin aus und wie soll mit Menschen die aufgrund von Fluchterfahrungen traumatisiert sind, umgegangen werden? Bei der ganztägigen Veranstaltung des Behandlungszentrum für Folteropfer (bzfo) und der Clearingstelle – Netzwerke zur Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz der Stiftung SPI werden nicht nur allgemeine Informationen zum Thema Flucht und Trauma gegeben, auch die rechtlichen Rahmenbedingungen sowohl für Erwachsene als auch für junge Menschen werden in parallel laufenden Vorträgen erläutert. Das Angebot richtet sich an Ärzte/-innen, Psychotherapeuten/-innen, Sozialarbeiter/innen, Lehrer/innen, Mitarbeiter/innen von Jugendhilfe- und Clearingeinrichtungen sowie Unterkünften für Geflüchtete. Anmeldungen sind hier bis zum 26. August 2016 möglich.

>>> mehr Informationen in der Einladung

22. Juli 2016: Start des Sommerfilmcamps 2016 für geflüchtete Jugendliche

om 21. bis 27. Juli 2016 werden 12 bis 14 junge Menschen im Alter von 15 bis 27 Jahren am Sommerfilmcamp des Zentrums für Flüchtlingshilfen und Migrationsdienste (zfm) teilnehmen. Sie sind u.a. aus Afghanistan, Syrien, Albanien, der Türkei, Iran und Somalia nach Deutschland geflüchtet. Ein Großteil der Jugendlichen hat bereits Erfahrung mit Kultur- und Medienbildung. Andere versuchen sich zum ersten Mal als Filmemacher/innen. Im Sommerfilmcamp können sie die Drehbücher selbst entwickeln, übernehmen die Kameraführung und sind zuständig sowohl für die Regie als auch das Schauspielern.
>>> Mehr Informationen in der Pressemitteilung zum Sommerfilmcamp 2016

02. Juni 2016: Bundespräsident traf Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung im bzfo

Am 2. Juni besuchten der Bundespräsident und Daniela Schadt das bzfo. Dabei tauschten sie sich aus mit schwer traumatisierten Frauen, jungen Menschen in der Ausbidung und Mitarbeitenden. Bundespräsident Gauck betonte, dass das Zentrum nicht nur therapeutische Unterstützung, sondern aktive Lebenshilfe leiste. >>> Zur Pressemitteilung

01. Juni 2016: Neues Angebot in den Räumen des bzfo – DRK Berlin eröffnet vierte Migrationsberatungsstelle

Am 1. Juni 2016 eröffnet der Landesverband Berliner Rotes Kreuz seine vierte Migrationsberatungsstelle in den Räumen des Behandlungszentrums für Folteropfer (bzfo) in der Turmstraße in Moabit. Die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) ist ein bundesfinanziertes Programm, das Ratsuchende mit Bleibeperspektive beim Integrationsprozess sozialpädagogisch begleitet. >>> Zur Pressemitteilung

24. Mai 2016: bzfo begrüßt Mitarbeitende irakischer Partnerorganisation in Berlin

Vom 09. bis 13. Mai organisierte das Behandlungszentrum für Folteropfer (bzfo) eine Fortbildung für vierzehn Kollegen und Kolleginnen der Jiyan Foundation for Human Rights, die in Kurdistan-Irak Überlebende von Gewalt unterstützt. Das Training zeigte auf, welche Methoden und Ansätze in der Menschenrechtsarbeit zum Einsatz kommen können. Dazu besuchten die Gäste unterschiedliche Organisationen, darunter Human Rights Watch und das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR). Die Bandbreite der Themen reichte von politischer Lobbyarbeit über die Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen bis hin zu internationalem Recht sowie effektiver Medien- und Kampagnenarbeit. Die Fortbildung wurde durch Mittel der Europäischen Kommission ermöglicht.

18. Mai 2016: Regierender Bürgermeister Michael Müller zu Besuch im bzfo

Am 17. Mai besuchte der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), das Behandlungszentrum für Folteropfer (bzfo) im Zentrum ÜBERLEBEN. Mit Geschäftsführerin Dr. Mercedes Hillen sprach er über die psychosozialen, psychotherapeutischen und integrationsfördernden Versorgungsangebote für traumatisierte geflüchtete Menschen in Berlin. Müller sagte: "Durch seine Arbeit leistet das Behandlungszentrum einen wichtigen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen. Hier kann man mit den zum Teil entsetzlichen Erlebnissen dieser Menschen umgehen und konkret helfen. Die Arbeit des Behandlungszentrums ist wichtig und wertvoll." >>> Zur Pressemitteilung

11. Mai 2016: Besuch des IRCT-Generalsekretärs

Victor Madrigal-Borloz, Generalsekretär des International Rehabilitation Council for Torture Victims (IRCT), war zu Gast im Behandlungszentrum für Folteropfer im Zentrum ÜBERLEBEN. Madrigal-Borloz lobte besonders den vielseitigen Ansatz des Zentrums, welcher sich durch eine einzigartige Kombination aus Rehabilitation und Integration von Menschen mit Gewalterfahrungen auszeichne. Zudem betonte er die Relevanz des aktiven Vernetzens von Behandlungszentren weltweit. Alle Zentren sollten sich demnach als ein Teil einer globalen Bewegung verstehen.

10. Mai 2016: Pressemitteilung Flüchtlingsrat Berlin –
Systematische Ausgrenzung statt Inklusion

Der Flüchtlingsrat Berlin berichtet in seiner aktuellen Pressemitteilung über die weiterhin prekäre Situation für geflüchtete Menschen. Bis zu 50 Personen schicke das LaGeSo (Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin) täglich in die Obdachlosigkeit. Im März hatte der Berliner Senat den Tagessatz für Unterbringung von 50 auf 30 Euro gekürzt. Viele Hostelbetreiber/innen lassen sich darauf nicht ein – auch die Zahlungsrückstände des LaGeSo sind eine Abschreckung für sie. Anstatt sozialen Wohnraum zu schaffen, würden Menschen in Massenunterkünften wie Turnhallen geschickt. Dies sei als kurzzeitige Notlösung akzeptabel, aber nicht als Dauerzustand. Auch rare Kita- und Schulplätze führen zur Ausgrenzung. >>> Pressemitteilung Flüchtlingsrat Berlin

9. Mai 2016: Im Rollstuhl bis Dortmund – Die Odyssee behinderter Flüchtlinge. Bericht vom [INKLUD:MI] Netzwerkkongress

Auf dem [Inklud:Mi] Netzwerkkongress in Dortmund ging es am 3. Mai 2016 um Themen rund um die besondere Situation von Zugewanderten mit Beeinträchtigungen und psychischen Erkrankungen. Unter den Teilnehmenden war mit Sven Veigel auch das Zentrum für Migrationsdienste (zfm) vertreten. Veigel thematisierte die Rahmenbedingungen der EU Asylrichtlinien und stellte Konzepte zur schnellen Bedarfserfassung in der Flüchtlingshilfe vor. >>> Zum gesamten Artikel

09. Mai 2016: Hilfe, wo Menschen leiden – Jiyan Foundation Gründer Ahmad im Interview

Springer Medizin sprach mit Salah Ahmad, Stiftungsgründer der Jiyan Foundation for Human Rights, über sein Engagement und die Arbeit der Stiftung im Irak. Die Jiyan Foundation hilft traumatisierten Menschen im Irak, die vor dem Terror radikal-islamischer Gruppen fliehen mussten. >>> Zum gesamten Interview

27. April 2016: Deutschland 1944, Aleppo 2015

Dr. Haenel, bzfo-Tagesklinikleiter, berichtet im Beitrag "Bombenangriffe – Wo einem nichts mehr bleibt als das nackte Leben" von Kriegstraumata damals und heute und den Möglichkeiten, mit solchen Erfahrungen leben zu lernen. >>> www.deutschlandradiokultur.de/zeitfragen

22. April 2016: Herausragendes Engagement für Kriegs- und Folteropfer – Diotima-Ehrenpreis 2016 für Christine Knaevelsrud

Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) hat den diesjährigen Diotima-Ehrenpreis der deutschen Psychotherapeutenschaft an die Wissenschaftlerin und Psychotherapeutin Prof. Dr. Christine Knaevelsrud verliehen. Geehrt wird sie für ihr Engagement für die Versorgung von traumatisierten Kriegs- und Folterüberlebenden sowohl in Deutschland als auch in arabischsprachigen Krisenregionen. Prof. Dr. Knaevelsrud ist die ehemalige Leiterin der Forschungsabteilung des Behandlungszentrums für Folteropfer in Berlin (bzfo) und derzeit als Professorin für Klinisch-Psychologische Intervention an der FU Berlin tätig. >>> Mehr dazu hier

18. April 2016: "Wie gehen andere europäische Länder mit Flüchtlingen um?" – Übersicht des MEDIENDIENSTES-INTEGRATION

Es gibt keine einheitliche europäische Asylpolitik. Der MEDIENDIENST INTEGRATION hat ein >>> Informationspapier und eine >>> Infographik erstellt, die unterschiedliche Entwicklungen in sechs europäischen Ländern aufzeigen.

23. März 2016: Online-Plattform zur Gesundheitsversorgung geflüchteter Menschen

Medibüros/Medinetze in Deutschland haben eine neue Internetplattform rund um das Thema Gesundheitsversorgung für geflüchtete Menschen ins Leben gerufen. Fragen zur Gesundheitskarte, zu Krankenscheinen, zu gesetzlichen Grundlagen oder zu den EU-Aufnahmerichtlinien werden hier geklärt. Sowohl Ärzt/innen, die Öffentlichkeit als auch Akteure der Flüchtlingsarbeit können sich informieren. >>> Onlineplattform

15. März 2016: Direktor der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) im Zentrum ÜBERLEBEN

Direktor Prof. Michael O'Flaherty traf bei seinem Auftaktbesuch in Berlin Mitarbeitende des Zentrums. Sie unterhielten sich u.a. über die Akutversorgung von neu Angekommenen, über die geplante App zur psychosozialen Hilfe für Menschen auf der Flucht und über das Berliner Netzwerk für besonders Schutzbedürftige (BNS). Prof. O'Flaherty bot an, sich für die wichtige Arbeit psychosozialer- und Behandlungszentren einzusetzen. Die Agentur berät u.a. die Organe der Europäischen Union. FRA-Bericht zum Berlin Besuch von Prof. O´Flaherty >>>

22. Februar 2016: EU Kommisions-Generaldirektor informiert sich über Kursangebote des zfm

Michel Servoz, Generaldirektor der EU Kommision für Beschäftigung, Soziales und Integration, traf am am 22. Februar Mitarbeitende und Kursteilnehmer/innen der kaufmännischen Kurse des zfm. Dabei informierte er sich über berufliche Biographien der Teilnehmenden und ihren Weg in den Arbeitsmarkt. Im direkten Gespräch wurden Möglichkeiten und Schwierigkeiten der Arbeitsmarktintegration thematisiert. So konnten einige Kursmitglieder ihre Anliegen mit Herrn Servoz teilen. Dieser war zu einer Auftaktveranstaltung des Eu­ro­päi­schen Hilfs­fonds für die am stärks­ten be­nach­tei­lig­ten Per­so­nen (EHAP) in Berlin. Während seines Aufenthalts wollte er sich über ein durch den Europäischen Sozialfonds unterstütztes Projekt im Bereich der Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen (IvAF) in den Arbeitsmarkt informieren. In Kooperation mit bridge (Berliner Netzwerk für Bleiberecht) setzt sich das zfm für die Arbeitsmarktintegration von Bleibeberechtigten und geflüchteten Menschen ein. Besonderer Dank gilt Sebastian Petrov und Vincent Sünderhauf bei der SEOsupport GmbH, die das zfm tatkräftig unterstützt und das Treffen in ihren Räumlichkeiten ermöglicht haben.

17. Februar 2016: Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF) veröffentlicht "Flüchtlinge in unserer Praxis"

Diese Broschüre richtet sich an ÄrztInnen aller Fachrichtungen, Psychologische PsychotherapeutInnen und Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen, die in ihrer Praxis Flüchtlinge behandeln oder behandeln wollen. Sie informiert über die Situation von Flüchtlingen in Deutschland, darüber, wie sich traumatische Erlebnisse bei Flüchtlingen auf die Gesundheit und das alltägliche Leben auswirken können und wie dies die ärztlichen und psychotherapeutischen Beziehungen beeinflussen kann. Sie liefert Informationen zu Rahmenbedingungen der Behandlung, die es zu berücksichtigen gilt, wie den Aufenthaltsstatus und die damit einhergehende Kostenträgerschaft für ärztliche, psycho-therapeutische und auch Dolmetscherleistungen. Zudem enthält sie weiterführender Links zu Informationsmaterialen für BehandlerInnen und PatientInnen sowie zu spezialisierten Beratungs- und Informationsstellen. Broschüre herunterladen >>>

9. Februar 2016: Nicht jede/e ist traumatisiert – aber jede/r traumatisierte Geflüchtete braucht Unterstützung

Die Psychotherapeutenkammer (PtK) Berlin fordert, dass psychotherapeutische Behandlung in das Asylverfahren integriert wird. In einer Pressemitteilung erläutert die PtK, dass die Orientierung der Finanzierung psychosozialer Hilfen nicht an der Bedürftigkeit, sondern am Status geflüchteter Menschen erflogt. Bei klarem Aufenthaltsstatus ist jedoch die Bewilligung der Kostenübernahme von Dolmetscher/innen nicht gedeckt. Die Nichtberücksichtigung von Gutachten durch Psycholog/innen und Psychotherapeut/innen bei der Abschiebung ist ebenfalls ein Kritikpunkt. Das bzfo schließt sich dieser Kritik an. Weitere Kritik und Forderungen der  PtK-Kommission zur psychosozialen Versorgung geflüchteter Menschen >>>

3. Februar 2016: Bundeskabinett beschließt Asylpaket II

Heute morgen hat das Bundeskabinett verschärfte Asylregeln beschlossen. Kernpunkte sind beschleunigte Asylverfahren für Antragsteller/innen aus sogenannten sicheren Herkunftsstaaten und die Bennenung nordafrikanischer Staaten als sichere Herkunftsstaaten. Zudem werden der Familiennachzug subsidiär Geschützter für zwei Jahre ausgesetzt sowie Abschiebungshindernisse aubgebaut. Eine Posttraumatische Belastungsstörung, an der viele der Patient/innen des bzfo erkrankt sind, wird nunmehr nicht ohne weiteres als Abschiebungshindernis anerkannt. Fachkundige psychologische Gutachten erhalten keine Berücksichtigung bei der Durchführung einer Abschiebung. Lediglich qualifizierte ärztliche Bescheinigungen können eingereicht werden. Das Behandlungszentrum für Folteropfer kritisiert diese Regelungen.

20. Januar 2016: Ramona Pop, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, informiert sich über Behandlung neu eingereister Geflüchteter

"Beim Besuch des Behandlungszentrums für Folteropfer (bzfo) konnte ich mich vor Ort überzeugen, welch wichtigen Beitrag das Zentrum gerade auch bei der Behandlung von ankommenden Geflüchteten leistet. Viele von ihnen sind durch Angst und Gewalt stark traumatisiert und benötigen ärztliche Hilfe. Mit ihrem Programm zur frühzeitigen Akutversorgung wird den Menschen hier im bzfo unbürokratisch und schnell geholfen. Doch die Kapazitätsgrenzen sind erreicht. Darum ist es wichtig, die Therapieplätze in der Akuthilfe zeitnah auszubauen. Denn qualifizierte Hilfsangebote sind die Grundlage, um den Schwersttraumatisierten eine menschenwürdige Perspektive zu ermöglichen,“ so Frau Pop. Bei Ihrem Rundgang im Zentrum sprach sie unter anderem mit der Geschäftsführerin und Ärztlichen Leiterin Dr. Mercedes Hillen und dem Leiter der Tagesklinik im bzfo, Dr. Ferdinand Haenel.

20. Januar 2016: ASYLPAKET II STOPPEN!  Keine Einschränkung fairer Asylverfahren

Die Bundesregierung will mit dem neuesten Asylpaket noch mehr Menschen noch schneller abschieben – selbst dann, wenn sie körperlich oder psychisch schwer krank sind und eine Abschiebung für sie potentiell lebensbedrohlich ist.Der Dachverband der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF), das bzfo, Pro Asyl und weitere Organisationen fordern den Stopp dieser extremen Einschränkung. Lesen Sie mehr auf der BafF Webseite >>>

13. Januar 2016: Asylgeschäftsstatistik 2015 – Mehr Menschen als je zuvor erhalten Schutz

Laut dem Mediendienst Integration zeigt die Asylgeschäftsstatistik 2015 des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), dass mehr Asylanträge als je zuvor bewilligt wurde. Jeder/em zweiten Antragsteller/in wurde Asyl in Deutschland gwährt. Trotz der Reformvorhaben der Bundesregierung zur Verschärfung der Asylverfahren, ist die Statisitk für 2015 eine positive Nachricht.

6. Januar 2016: Richtigstellung zur Stellungnahme vom 22. Oktober 2015

Richtigstellung zur Stellungnahme des bzfo zur Berliner Umfrage unter jungen Geflüchtete vom 22.Oktober 2015
In unserer Stellungnahme ist fälschlicherweise konstatiert, dass die durchführende Organisation der Umfrage unter der Leitung von Dr. Barbara Rath vivo heißt. Wir möchten umgehend richtig stellen, dass die durchführende Organisation der Berliner Umfrage ViVI (www.vi-vi.org) heißt und es sich in der Stellungnahme um einen Schreibfehler handelt.
Wir möchten ausdrücklich klarstellen und darauf hinweisen, dass die Organisation ViVI in keinster Weise mit der Organisation vivo international e.V. (www.vivo.org) in Zusammenhang steht. Wir bitten um Entschuldigung falls es aufgrund des Schreibfehlers zu Verwechslungen gekommen ist.

10. Dezember 2015: Tag der Menschenrechte – bzfo fordert schnellere Versorgung Traumatisierter

Zum Internationalen Tag der Menschenrechte fordert das Behandlungszentrum für Folteropfer in Berlin (bzfo) Folter entschlossener zu bekämpfen und geflüchtete Menschen besser zu unterstützen. Mehr Informationen in der Pressemitteilung des bzfo >>>

3. Dezember 2015: Sensationeller Erfolg! 17. Kunstauktion erlöst 158.400 Euro

Am ersten Adventssontag ersteigerten rund 300 Kunstbegeistere Werke zugunsten traumatisierter Geflüchteter. Die Begrüßungsrede in der IHK hielt langjähriges Beiratsmitglied Werner Gegenbauer. Mit Witz, Charme und seiner geschätzten Expertise brachte Auktionator Prof. Dr. Peter Raue die Kunstwerke für hohe Summen unter den Hammer. Lesen Sie mehr in der Pressemitteilung >>>

2. Dezember 2015: Refugees Welcome! Newsletter 4-2015 des Zentrums ÜBERLEBEN

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zentrums erleben durch die unmittelbare Nähre zur Zentralen Aufnahmestelle in Berlin den bedrückenden Alltag der Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, mit. Sie sagen, "Refugees Welcome!" und engagieren sich im und um das Zentrum. Lesen Sie Berichte über das auf dem LaGeSo-Gelände organisierte "Opferfest", die "Kältehilfe" auf dem Gelände und über unsere Angebote zur schnellen Akutversorgung von neu Eingereisten. Auch über die Lesung mit Benno Fürmann erfahren Sie mehr. Hier geht es zum Newsletter >>>

23. November 2015: Pressemitteilung 17. Kunstauktion am 1. Adventssonntag zugunsten der Stiftung Überleben

Zum 17. Mal findet am 29. November die Kunstauktion in den Räumlichkeiten der Industrie- und Handelskammer (IHK) statt. Die Erlöse kommen der Arbeit des Behandlungszentrums für Folteropfer e. V. und somit dessen Patientinnen und Patienten zugute. Am 1. Adventssonntag werden unter Mithilfe von Auktionator Prof. Dr. Peter Raue 95 Werke von namenhaften Künstlerinnen und Künstlern versteigert. Zur Pressemitteilung >>>

22. Oktober 2015: STELLUNGNAHME – bzfo kritisiert Befragung junger Geflüchteter auf LaGeSo-Gelände

Das bzfo distanziert sich von einer auf dem LaGeSo-Gelände durchgeführten Umfrage unter jungen Geflüchteten zu ihrer physischen und psychischen Gesundheit und traumatischen Erlebnissen. Das bzfo kritisiert dabei vor allem die Nichteinhaltung ethischer Richtlinien.
Lesen Sie hier die Stellungnahme des bzfo >>>

15. Oktober 2015: MOABIT HILFT und bzfo fordern Lösungen für die katastrophalen Zustände am LaGeSo

Das bzfo befindet sich direkt neben dem LaGeSo und schließt sich der Lageeinschätzung von MOABIT HILFT an. Angesichts der Kälte müssen dringend mehr geschützte und beheizte Aufenthalts- und Versorgungsmöglichkeiten geschaffen werden und die Bearbeitungskapazitäten für die Regisitrierung Geflüchteter erhöht werden.
Lesen hierzu die Pressemitteilung des bzfo >>>

16. September 2015: Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) fordert die Verbesserung der Versorgung traumatisierter Geflüchteter durch:

  • Qualifizierte Gutachter/innen in den Sozialämtern
  • eine Ermächtigung von Flüchtlingszentren
  • die Finanzierung von Dolmetscher/innenleistungen

Lesen Sie hier die Pressemitteilung der BPtK >>>

17. August 2015: Artikel auf Deutsche Welle: bzfo dokumentiert Gewalt an EU-Außengrenzen

Die Anzahl Asylsuchender, die an den Grenzen Europas ankommen, steigt stetig. Mechthild Wenk-Ansohn, Leiterin der Ambulanten Abteilung für Erwachsene im bzfo berichtet über die systematische Anwendung von Gewalt an den EU-Außengrenzen. Lesen Sie hierzu den Artikel auf Deutsche Welle >>>

20. Juli 2015: Umsetzung EU-Richtlinie – BafF fordert Sicherstellung der gesundheitlichen und psychosozialen Versorgung Geflüchteter

Die BAfF dokumentiert erstmals in einem Bericht die bundesweite psychosoziale Versorgungsituation Geflüchteter. Lesen Sie hier den Versorgungsbericht >>>

13. Juli 2015: Dramatische Einschnitte der gesundheitlichen Versorgung  traumatisierter Flüchtlinge durch Psychosoziale- und Behandlungszentren –
trotz weltweit zunehmender  Zahlen

Die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V. (BAfF) warnt vor massiven Einschnitten der gesundheitlichen Versorgung von Flüchtlingen. Besonders betroffen sind Psychosoziale- und Behandlungszentren die auf die Arbeit mit traumatisierten Menschen spezialisiert sind. Die BafF hat ihre Aufforderung zur Sicherstellung der gesundheitlichen und psychosozialen Versorgung Geflüchteter in Deutschland zusammengefasst. Diese können Sie hier nachlesen >>>

7. Juli 2015: bzfo unterzeichnet Berliner Erklärung: Menschenwürde bei der Altersfeststellung wahren

Das Alter von minderjährigen Flüchtlingen wird durch ungenaue medizinische Maßnahmen wie der Untersuchung von äußerlichen Geschlechtsorganen geschätzt. Die Betroffenen unterschreiben die Einwilligung zu diesen Maßnahmen oft unter Druck und ohne Kenntnis über die Tragweite der Ergebnisse. Das bzfo lehnt diese Maßnahmen ab, und fordert statt aufwändiger, teurer und ungenauer Altersdiagnostik eine umfassende Jugendvorsorgeuntersuchung, die eine ganzheitliche Einschätzung der Reife unterstützt. Lesen Sie hier die Erklärung >>>

26. Juni 2015: Internationaler Tag zur Unterstützung von Folteropfern

Unter Folter leiden nicht nur deren Opfer. Dort, wo sie systematisch und weit verbreitet stattfindet, ist auch immer die Gesellschaft als Ganzes betroffen. Rehabilitation gibt Folterüberlebenden ein menschenwürdiges Leben zurück und hilft, zerstörte Gesellschaftsstrukturen wieder aufzubauen.
Unter dem Dach des IRCT in über 70 Ländern agierende Behandlungszentren für Folteropfer wie das bzfo setzen sich für dieses Recht ein.

Lesen Sie hier mehr über das IRCT >>>

18. Juni 2015: UNHCR veröffentlicht neue Flüchtlingszahlen

Weltweit sind circa 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Das belegt der heute veröffentlichte statistische UNHCR-Jahresbericht "Global Trends". Noch nie hat das Hochkommissariat der Vereinten Nationen höhere Zahlen dokumentiert. Die Dringlichkeit der weltweiten Situation lässt sich an der Steigerung der Zahlen von 2013 auf 2014 messen. Dieser war der höchste verzeichnete Anstieg innerhalb eines Jahres. In 2014 mussten im Durchschnitt 42.500 Menschen täglich vor Kriegen und Verfolgung fliehen. Pressemitteilung, Jahresbericht und Statistiken des UNHCR finden Sie hier...

10. Juni 2015: MIPEX-Studie zeigt: Deutschland macht Fortschritte in der Integrationspolitik

Deutschland steigt im internationalen "Migrant Integration Policy Index" weiter auf. Dieser zeigt, dass die zunehmende Selbstwahrnehmung Deutschlands als Einwanderungsland zur Verbesserungen für Migrant/innen führt, besonders auf dem Arbeitsmarkt und bei der Einbürgerung. Jedoch üben Expert/innen auch Kritik an der bestehenden Bildungsungleichheit und der mangelnden Erfassung von rassistischen Straftaten. Integration müsse ganzheitlich gedacht werden. Die Ergebnisse der Studie finden Sie hier...

5. Juni 2015: BAfF fordert Sicherstellung der gesundheitlichen und psychosozialen Versorgung Geflüchteter

Adäquate Behandlungsangebote sind für Geflüchtete nur stark eingeschränkt zugänglich. Das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) begrenzt medizinische und psychosoziale Versorgung auf ein Minimum – mit teilweise verheerenden Konsequenzen. Die bundesweite Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF) fordert den Gesetzgeber auf, die Lücken im Bereich der ambulanten psychosozialen Versorgung von Flüchtlingen zu schließen. Lesen Sie mehr...

25. Mai: Jiyan Foundation for Human Rights feiert zehnjähriges Jubiläum

Dr. Mercedes Hillen, Geschäftsführerin und ärztliche Leiterin des bzfo: "Im Namen des bzfo gratuliere ich unserer internationalen Partnerorganisation sehr herzlich zum zehnjährigen Bestehen. Wir blicken stolz darauf zurück, was wir gemeinsam bereits erreichen konnten. Für die Zukunft bleibt noch viel zu tun. Ich wünsche dem gesamten Team der Jiyan Foundation dafür viel Erfolg." Lesen Sie hier die Pressemitteilung der Jiyan Foundation >>>

13. März 2015: Vier Jahre nach Ausbruch des Syrienkonflikts 
steigt akuter Versorgungsbedarf traumatisierter Flüchtlinge weiter

Vier Jahre nach Ausbruch des Syrienkonflikts verschärft sich die weltweite Flüchtlingssituation weiter. Auch Deutschland erreichen immer mehr syrische Kriegsflüchtlinge, darunter viele Kinder, die oft schwer traumatisiert sind. Gleichzeitig fehlt es in Deutschland immer noch an adäquaten Behandlungsangeboten für frisch eingereiste Überlebende von Folter und Kriegsgewalt. Seit über einem Jahr bietet das bzfo schwer traumatisierten Frauen, Kindern und Männern eine spezielle Akutversorgung. 
Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier...

März/ April 2015: Kalkulierte Scham – Sexualisierte Folter und ihre Folgen

Im Themenheft "Entgrenzte Folter – Herrschaft im 21. Jahrhundert" (iz3w, Ausgabe 347) schreibt bzfo-Therapeutin Mechthild Wenk-Ansohn darüber, dass bei Frauen wie auch Männern Verletzungen der geschlechtlichen Integrität in besonderem Maße zum Verlust des Selbstwertgefühls führen. Scham und Schuldgefühle belasten die Opfer stark und werden von den Tätern bewusst einkalkuliert. Um Betroffenen zu helfen, bedarf es sowohl behutsamer therapeutischer Arbeit als auch veränderter Konzepte von Ehre.
Das Themenheft finden Sie in der bzfo-Bibliothek...

14. Januar 2015: Asylstatistik 2014 – Bundesamt für Migration und Flüchtlinge verzeichnet Anstieg der Erstanträge um 60 Prozent

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 202.834 Asylanträge gestellt, davon 173.072 Erstanträge. Hauptherkunftsland der Erstantragssteller war erstmals Syrien (39.332 Anträge), gefolgt von Serbien (17.172 Anträge) und Eritrea (13.198 Anträge). Insgesamt wurden bei 31,5 Prozent aller Anträge ein Schutzstatus gewährt. Bei Antragsstellern aus Syrien lag diese Schutzquote mit knapp 90 Prozent besonders hoch. Die ausführlichen Zahlen finden Sie hier...

13. Januar 2015: Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Anne Brasseur, besucht mit einer Delegation das bzfo

Die seit Januar 2014 amtierende Präsidentin und Berichterstatterin u.a. zu "Schutz und Stärkung der Menschenrechte von Flüchtlingen und Asylsuchenden in Europa" besucht am 13. Januar 2015 gemeinsam mit Dr. Günter Schirmer, stellvertretender Leiter des Sekretariats des Ausschusses für Recht und Menschenrechte der Parlamentarischen Versammlung des Europarates,  Botschafter Julius Georg Luy, ständiger Vertreter der Bundesrepublik Deutschland beim Europarat und – von Seiten des Deutschen Bundestages – Michael Hilger, Sekretär der deutschen Delegation in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, und Torsten Schneider vom Referat Internationale parlamentarische Versammlungendas bzfo. Sie informierten sich über die Arbeit des bzfo,  das neben Rehabilitation von Traumatisierten auch großen Wert auf deren Integration legt.

20. September 2014: Weltkindertag – bzfo fordert Stärkung der Rechte von Flüchtlingskindern

Viele unbegleitete junge Flüchtlinge durchlaufen in Deutschland das sogenannte "Clearingverfahren", in dem unter anderem mit umstrittenen Methoden ihr Alter festgestellt werden soll. Auch bei der Vorlage von Dokumenten wird die Minderjährigkeit junger Flüchtlinge häufig angezweifelt. Die Folge ist nicht selten eine große Ungewissheit für die Betroffenen und eine Verschlimmerung ihrer ohnehin schon stark ausgeprägten Traumasymptomatik. Die vollständige Pressemitteilung des bzfo finden Sie hier...

17. September 2014: Der Weg zurück ins Leben – bzfo Patient aus Kamerun berichtet

Joel Nyom (Name geändert) floh aus seiner Heimat in Kamerun und lebte viele Jahre schwer traumatisiert in deutschen Flüchtlingsheimen. "Folteropfer verlieren den Glauben an das Gute im Menschen", sagt er. Über seinen langen Weg zurück ins Leben und die Hilfe am bzfo berichtet er auf Spiegel Online. Lesen Sie hier den vollständigen Artikel...

August 2014: Schirmherrin Claudia Roth besucht das bzfo

Am 27. August besuchte Claudia Roth das bzfo. Die Bundestagsvizepräsidentin will sich vor allem für die nachhaltige Finanzierung von Angeboten des bzfo einsetzen. Die Geschäftsführerin
Dr. Mercedes Hillen dankte Frau Roth für ihr Engagement. Gemeinsam richteten sie einen Appell an die zuständigen Behörden, mehr Verantwortung und Kosten für die Hilfsbedürftigen zu übernehmen, die vor Krieg, Gewalt und Folter geflohen sind.
Einen Artikel im Deutschen Ärzteblatt zum Besuch von Claudia Roth finden Sie hier...

Juli 2014: bzfo und Jiyan Foundation starten mobile Notversorgung von Flüchtlingen im Nordirak

Angesichts der dramatischen Flüchtlingslage im Nordirak mit mittlerweile über 600.000 Kriegsflüchtlingen aus Syrien und Binnenvertriebenen aus dem Irak hat die Jiyan Foundation, Partnerorganisation des bzfo im Irak, ein mobiles Notversorgungsprogramm gestartet. Mit medizinischer Versorgung und der Lieferung nötigster Hilfsgüter sollen in dem Programm besonders vernachlässigte Regionen erreicht werden.

Gemeinsame Pressemitteilung des bzfo und der Jiyan Foundation for Human Rights

April 2014: Kirkuk Center behandelt Opfer von Folter und Kriegsgewalt

Deutsche Welle TV zeigt einen Dokumentarfilm über die Arbeit des Kirkuk Centers der Jiyan Foundation und das Leben der syrischen Flüchtlinge im Flüchtlingscamp Domiz. Saleh Ahmad, Leiter der Jiyan Foundation, spricht darin über die psychotherapeutische Arbeit vor Ort und die traumatischen Auswirkungen von Kriegsgewalt und Folter.

Film auf Deutsche Welle TV ansehen 

8. März 2014: bzfo fordert zum Internationalen Frauentag mehr geschützten Wohnraum für traumatisierte Migrantinnen

Frauen, die schwere, teil sexualisierte Gewalt erlebt und überlebt haben, brauchen einen besonders geschützten Raum. Das gilt für die Therapie wie für den Alltag", sagt Susanne Höhne, Leiterin des Wohnverbunds für Migrantinnen im bzfo.

Pressemitteilung zum 8. März 2014 

März 2014: Die Rechte Folterüberlebender

Video des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR)

Januar 2014: ECCHR stellt in Den Haag Strafanzeige gegen britische Militärs wegen systematischer Folter und Misshandlung Gefangener im Irak

Der Internationale Strafgerichtshof muss nach Strafanzeige des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) und der britische Anwaltsfirma Public Interest Lawyers (PIL) die Kriegsverbrechen von britischen Militärs an irakischen Gefangenen untersuchen.
Mehr Informationen finden Sie auf der Website des ECCHR...

Dezember 2013: Bundespräsident legt in seiner Weihnachtsansprache den Schwerpunkt auf Flucht und Vertreibung

"Wir denken auch an die Menschen, die kommen, weil sie bei uns die Freiheit, das Recht und die Sicherheit finden, die ihnen in ihren Ländern verwehrt werden", so Joachim Gauck in seiner Rede. Die vollständige Weihnachtsansprache finden Sie hier...

Dezember 2013: Rekordergebnis von 161.000 Euro bei der 15. KUNSTAUKTION

Traditionell am 1. Advent fand im Ludwig-Erhard-Haus der IHK Berlin die jährliche Kunstauktion zugunsten der Stiftung Überleben statt. Der Erlös kommt direkt der Arbeit mit Folterüberlebenden zugute. Hier finden Sie weitere Informationen...

November 2013: IRCT-Report zur Anerkennung von Folteropfern in Asylverfahren

Der Report "Recognising victims of torture in national asylum procedures - A comparative overview of early identification of victims and their access to medico-legal reports in asylum-receiving countries" entstand u.a. mit Unterstützung des bzfo. Herunterladen IRCT-Report...

November 2013: Wohnverbund für Migrantinnen des bzfo ist Preisträger des Integrationspreises der BVV Berlin-Mitte

"Das Projekt unterstützt Flüchtlingsfrauen, die traumatisierende und lebensbedrohende Verfolgungsschicksale durchlitten haben. Ein umfassendes Hilfsangebot mit ambulanter Psychotherapie, Deutschkursen, Kreativ- und Freizeitangeboten hilft den dort betreuten Frauen schrittweise zurück in ein selbstständiges Leben, das ihnen wieder Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht", so die Begründung der BVV. Lesen Sie mehr...

Oktober 2013: Akutprogramm für syrische Flüchtlinge im bzfo gestartet

Der anhaltende Konflikt in Syrien und die aktuell höchst angespannte humanitäre und politische Lage im Land und der Region zwingen viele Menschen zur Flucht, auch nach Deutschland. Für diejenigen, die den Weg aus Syrien geschafft haben und in Berlin leben oder leben werden hat das Behandlungszentrum für Folteropfer e.V. (bzfo) mit Mitteln den Auswärtigen Amtes ein Akutprogramm aufgelegt.

Seit Anfang Oktober bietet das bzfo zusätzliche psychosoziale Hilfsangebote für Syrer mit Unterstützung von Dolmetschern. Dr. Mechthild Wenk-Ansohn, Leiterin der Ambulanten Abteilungen im bzfo: "Die Menschen aus Syrien, die bisher den Weg hier ins bzfo gefunden haben, sind schwer gezeichnet von den Erlebnissen des Krieges. So gut es uns möglich ist, wollen wir Ihnen helfen, das Erlebte zu verarbeiten und im besten Falle neuen Lebensmut zu gewinnen."

Die Syrienflüchtlinge kommen sowohl über die von der Bundesregierung festgelegten Kontigente, für Berlin ca. 250 Menschen, als auch nach langer, selbstorganisierter Flucht zu uns. Einige konnten über die vom Bundestag ermöglichte Familienzusammenführung der oft lebensbedrohlichen Situation entkommen. Als eines der letzten Bundesländer hat nun auch endlich Berlin eine Aufnahmeverordnung erlassen. Weitere Informationen finden Sie hier...

Oktober 2013: bzfo unterstützt die Petition für ein Integrationsministerium des
Rats für Migration

Der Rat für Migration fordert die Bundesregierung zu einer institutionellen Reform der Integrations- und Migrationspolitik auf und schlägt ein Querschnitts-Ministerium vor, das die Aufgabenbereiche Migration und Integration mit der Arbeits- und Sozialpolitik verknüpft und darüber hinaus die Brücke zu anderen, für Migration und Integration wichtigen Aufgabenfeldern schlägt.
Hier gelangen Sie zur Petition auf change.org...

September 2013: Wahlprüfsteine der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF) zur Bundestagswahl 2013 – Lesen Sie hier die Reaktionen der Parteien auf die Forderungen

Im Vorfeld der Bundestagswahl 2013 hat die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF) Forderungen an die im Bundestag vertretenen Parteien gestellt. In diesen Wahlprüfsteinen wird gefordert, die bestehenden Mängel in der Gesundheitsversorgung, besonders im psychotherapeutisch-psychosozialen Bereich, zu beheben. Außerdem wird  gefragt, was die Parteien unternehmen werden, um Flüchtlingen das Recht auf ein menschenwürdiges Leben zu sichern und wie psychischen Belastungen in Asylverfahren angemessener Rechnung getragen werden soll. Die BafF veröffentlichte anschließend die Statements der Parteien und wird nach der Wahl überprüfen, was diese vor dem Hintergrund ihrer Statements konkret umsetzen werden.
>>> Lesen Sie hier die Forderungen der BAfF und die Reaktionen der Parteien

September 2013: Jiyan-Foundation und bzfo bieten Hilfe für Syrienflüchtlinge im Irak

Mit Unterstützung von Misereor und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hilft die Jiyan Foundation traumatisierten syrischen Flüchtlingen im Nordirak. Hier finden Sie weitere Informationen zu diesem Projekt in Kooperation mit dem bzfo...

10. September 2013: Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung Markus Löning besucht Akutprogramm für syrische Flüchtlinge im bzfo

Markus Löning, Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, besuchte heute das Behandlungszentrum. Angesichts der dramatischen Situation in Syrien ging es bei seinem Besuch schwerpunktmäßig um die Aufnahme syrischer Flüchtlinge in Deutschland sowie ein vom bzfo initiiertes Akutprogramm zur Behandlung traumatisierter Menschen aus Syrien.

Dr. Mercedes Hillen, Geschäftsführerin und die Leiterin der Ambulanten Abteilungen, Dr. Mechthild Wenk-Ansohn, standen als Gesprächspartnerinnen zur Verfügung.

28. August 2013: Nie wieder Halabja – Solidarität mit den Giftgasopfern in Syrien

Halabja/Nordirak: Eine große Zahl Überlebender der Giftgasangriffe von 1988, viele lokale NGOs und Vertreter von Stadt und Verwaltung bekundeten gestern ihre Solidarität mit den syrischen Opfern der Giftgasanschläge nahe Damaskus bei einer Demonstration in Halabja im Nordirak. Auf Initiative von Salah Ahmad, Leiter des seit 2010 vom bzfo betriebenen Zentrums für die Opfer der Giftgasanschläge in Halabja, kam die Demonstration zustande. Insgesamt waren mehrere hundert Menschen beteiligt. Auch 25 Jahre nach dem verheerenden Giftgaseinsatz ist ein Ende des Leidens an den Folgen für viele der Opfer nicht absehbar.

„Wir hier in Halabja können uns vorstellen, was die Menschen durchmachen und was dieses Grauen noch anrichten wird", so einer der Überlebenden. Mit dieser Solidaritätsbekundung wollen die Initiatoren ihr Entsetzen über den Einsatz von Giftgas in Syrien gegen wehrlose Menschen ausdrücken, ihre Trauer über die vielen Opfer und ihr tiefes Mitgefühl mit den Menschen zeigen, so Salah Ahmad.

bzfo engagiert sich für syrische Flüchtlinge im Irak
Domiz/Nordirak: Gemeinsam mit seinem lokalen Projektpartner unterstützt das bzfo syrische Flüchtlinge im Nordirak auch in seinen Zentren vor Ort. Betroffene erhalten in Duhok und Sulaymaniyah kostenlose medizinische und psychosoziale Unterstützung. Mobile Teams suchen Flüchtlinge in den Lagern Domiz, Arbat und Baziyan auf.
>>> Weitere Informationen zum Projekt...

22. August 2013: "Es ist ein verstörender Ort" – taz-Interview mit Flüchtling, der in Hellersdorfer Notunterkunft einziehen sollte und sie sofort wieder verließ

taz-Redakteur Konrad Lischko im Interview mit Karim H., einem 28-jährigen, palästinensischen Studenten, der im Frühjahr nach Deutschland geflohen ist. >>> Hier können Sie das Interview lesen...

19. August: UN-Antifolter-Ausschuss-Entscheidung zu Deutschland:  Auslieferung trotz diplomatischer Zusicherung mit Anti-Folter-Konvention unvereinbar

Mit seiner jüngsten Entscheidung im Individualbeschwerdeverfahren "Abichou gegen Deutschland" hat der UN-Antifolter-Ausschuss bekräftigt, dass diplomatische Zusicherungen kein geeignetes Mittel sind, um im Falle einer Auslieferung wirksam vor Folter im Zielland zu schützen.
>>> Lesen Sie mehr im Newsletter des Deutschen Instituts für Menschenrechte...

12. August 2013: UN-Sicherheitsrat verabschiedet neue Resolution gegen sexuelle Gewalt in Konflikten

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat in einer Resolution bekräftigt, die Anstrengungen im Kampf gegen sexuelle Gewalt in Konflikten zu verstärken. Mit der neuen Resolution 2106 soll den bisher häufig ungestraften Vergewaltigungen ein Ende gesetzt werden, denen zahllose Frauen und Mädchen, aber auch Männer und Jungen ausgesetzt sind. Der Bekämpfung sexueller Gewalt in Konflikten wird oberste Priorität eingeräumt. Die 15 Mitglieder des Sicherheitsrates stimmten einstimmig für die Resolution. In drei früheren Resolutionen - 1820 (2008), 1888 (2009) und 1960 (2010) - hatte der Sicherheitsrat bereits bestätigt, dass systematisch angewandte und als Kriegsmittel eingesetzte sexuelle Gewalt eine fundamentale Gefahr für den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit darstelle - und entsprechend geahndet werden müsse.
>>> Hier finden Sie die Resolution 2106

1. August 2013: Rechtswidrige Überbelegung von Flüchtlingsunterkünften in Berlin

Das zuständige Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) hat die Betreiber von Sammelunterkünften für Asylsuchende angewiesen, Gemeinschaftsräume zu Schlafräumen umzuwandeln. Grund ist ein Bettenmangel wegen der verzögerten Eröffnung einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Hellersdorf. Der Berliner Flüchtlingsrat verurteilt in seiner Pressemitteilung vom 31. Juli diese rechtswidrige Überbelegung. Dadurch würden in den Unterkünften unzumutbare Bedingungen geschaffen. Räumliche Enge und mangelnde Privatsphäre sind für die Bewohner auch eine psychische Belastung. Gleichzeitig könnten sozialarbeiterische und integrative Angebote wie Deutschkurse oder Kinderbetreuung nicht mehr stattfinden. Bereits Mitte Juli hatte der Flüchtlingsrat den Senat gedrängt aufgrund der dauerhaft angespannten Unterbringungssituation Flüchtlinge beim Bezug einer privaten Mietwohnung zu unterstützen anstatt neue Notunterkünfte zu schaffen. Auch das bzfo hat im Juni eine Verbesserung der Unterbringungsmöglichkeiten von schutzbedürftigen Flüchtlingen in Berlin gefordert (siehe auch Pressemitteilung des bzfo zum 26. Juni 2013)
>>> Pressemitteilung des Berliner Flüchtlingsrates vom 31.07.2013

18. Juli: Senator für Gesundheit und Soziales, Mario Czaja und Frau Staatssekretärin Demirel Demirbüken- Wegener, Senat für Gesundheit und Soziales besuchten das Zentrum ÜBERLEBEN

Senator Mario Czaja für Gesundheit und Soziales und die Staatsekretärin Demirel Demirbüken sprachen mit der Geschäftsführerin Frau Dr. Mercedes Hillen, der Leiterin der Abteilung des Frauenwohnverbundes Frau Susanne Höhne und der Leiterin der Ambulanz, Frau Mechthild Wenk-Ansohn.

Im Schwerpunkt ging es um Gesundheitsfragen von Flüchtlingen und der psychologischen Beratung von pflegenden Angehörigen, für die das Projekt „pflegen und leben“ Angebote bereit hält. Die mögliche psychologische Versorgung im Zentrum ÜBERLEBEN von nach Deutschland kommenden Syrern im Frühherbst des Jahres war außerdem ein wichtiges Thema des Termins.

Juli 2013: Mechthild Wenk-Ansohn und Susanne Höhne im SPIEGEL ONLINE-Beitrag

In dem SPIEGEL-Beitrag "Kranke Flüchtlinge – Nach der Behandlung droht die Abschiebung" von Basil Wegener kommen auch Mechthild Wenk-Ansohn, Leiterin der Ambulanz des bzfo und Susanne Höhne, Leiterin der Abteilung des Frauenwohnverbundes, zu Wort.
>>> Hier gelangen Sie zum Artikel

Juli 2013: Wassima Schulz, Projektkoordinatorin von Ilajnafsy, im Interview mit dem Magazin KULTURAUSTAUSCH

Über das Programm Ilajnafsy erhalten unter posttraumatischem Stress leidende Erwachsene aus dem erweiterten Nahen Osten kostenlose Online-Psychotherapie. Dutzende Menschen haben bereits erfolgreich an diesem therapeutischen Programm teilgenommen. Die Koordinatorin am bzfo, Wassima Schulz, spricht im Interview über die Therapiemethode und die psychosoziale Versorgung in arabischen Ländern.
>>> Hier gelangen Sie zum Artikel

26. Juni 2013: Wohnsituation besonders Schutzbedürftiger verbessern

Anlässlich des Internationalen Tags zur Unterstützung der Opfer von Folter fordert
Dr. Mercedes Hillen, Ärztliche Leiterin und Geschäftsführerin des bzfo, bei der Unterbringung besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge wie Folterüberlebenden, Frauen oder älteren Menschen auf deren Bededürfnisse Rücksicht zu nehmen. Flüchtlinge wie z. B. die jetzt einreisenden Syrer benötigen nach Erfahrungen des bzfo neben therapeutischen Maßnahmen auch eine stabile Umgebung, in der sie zur Ruhe kommen können. 
>>> Hier gelangen Sie zur Pressemitteilung

Juni 2013: Syrische Flüchtlinge im Irak

Gemeinsam mit seinem lokalen Projektpartner unterstützt das bzfo syrische Flüchtlinge im Nordirak. Betroffene erhalten im Kirkuk Center kostenlose medizinische und psychosoziale Unterstützung. Mobile Teams suchen traumatisierte Syrer direkt in Flüchtlingslagern der Provinzen Duhok und Sulaymaniyah auf. 
>>> Weitere Informationen zum Projekt

19. Juni 2013: Solidarität mit der türkischen Ärzteschaft

Bundesärztekammerpräsident Montgomery sichert den Ärztinnen und Ärzten in  der Türkei die volle Solidarität der deutschen Ärzteschaft zu. Auch der Weltärzteverband fordert die türkische Regierung auf, die unverhältnismäßige Gewalt gegen friedliche Protestierer unverzüglich zu beenden und die Grundrechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit durchzusetzen.
>>> Pressemitteilung der Bundesärztekammer

18. Juni 2012: Türkische Menschenrechtsstiftung fordert internationale Unterstützung

Şebnem Korur Fincancı, Präsidentin der Stiftung, bittet in einem Urgent Action-Schreiben die Sonderermittler der Vereinten Nationen für Folter,
für außergerichtliche, summarische oder willkürliche Hinrichtungen, für freie Meinungsäußerung und zur Lage der Menschenrechtsverteidiger sowie die Mitglieder des Europäischen Kommitees zur Verhütung von Folter um Unterstützung gegen die andauernden Menschenrechtsverletzungen durch die türkische Regierung. Die TIHV ist langjähriger Kooperationspartner des bzfo (www.tihv.org.tr).
>>> Urgent Action-Schreiben der TIHV
>>> E-mail-Aktion „Türkei: Gewalt gegen friedliche Demonstrierende stoppen!“ von amnesty

11. Juni 2013: Neue Website der Anti-Torture Initiative (AIT)

Die AIT ist ein Projekt des Sonderberichterstatters der Vereinten Nationen für Folter, Juan E. Méndez, und der American University Washington College of Law Center for Human Rights & Humanitarian Law. Wie Mendez betont, möchte das Projekt über diese Website Strategien verbreiten, mit denen die Umsetzung seines Mandats und die länderspezifischen Empfehlungen unterstützt, überprüft und beurteilt werden können. Zudem sollen effektive Follow-Up-Prozesse entwickelt werden, damit Folter weltweit ausgerottet werden kann. Die Website ist als dynamische Plattform für Beratung und Interessensvertretung gestaltet und bietet umfassende Recherchemöglichkeiten zur Umsetzung des Mandats.

Auf der Website www.antitorture.org wird in Kürze der Themenreport zur 68. UN-Generalversammlung "United Nations Standard Minimum Rules for the Treatment of Prisoners (SMRs)" veröffentlicht.

6. Juni 2013: Nationaler Menschenrechtsrat aus Ägypten zum Fachaustausch im Behandlungszentrum

Am 6. Juni besuchte eine Delegation des National Council for Human Rights das bzfo.Themen des Austauschs waren die Arbeit des bzfo mit seinen Angeboten zur Rehabilitation und Integration von Überlebenden von Folter und Gewalt. Von besonderem Interesse waren das Onlinetherapie-Angebot für den arabisch-sprachigen Raum (ilajnafsy.org), die Bedeutung des Istanbul Protokolls und die Vorstellung der Arbeit von Prof. Dr. Christian Pross im UN Sub-Committee on the Prevention of Torture. 

Beim Gespräch über die Prävention von Folter wiesen die Mitarbeiter/innen des bzfo auf die Bedeutung von Multiplikatoren hin. In vielen internationalen Projekten hat das bzfo erfahren, dass z.B. Polizisten und Gefängnispersonal nach entsprechenden Trainings und mit der entsprechenden Überzeugung im Hinblick auf deren Notwendigkeit eine nicht zu unterschätzende Vorbildfunktion einnehmen. Sie sind somit ein wichtiger Faktor, um weitere Folter zu vermeiden.

Abschließend wünschte sich die Delegation, weiterhin in Kontakt zu bleiben. Der Fachaustausch wurde von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) organisiert.

Juni 2013: Narben der Gewalt – ZDF-Beitrag über bzfo-Patienten

Ali Shallal Abbas wurde jahrelang im Irak unter Saddam Hussein und später im Gefängnis Abu Ghraib gefoltert. Wie er heute lebt und was ihm Hoffnung gibt, darüber hat er berichetete im April die ZDF-Sendung Menschen - das Magazin.

Die Ausstellung zum Fotoprojekt "Leben im Exil" mit Herrn Abbas und weiteren Patienten des bzfo ist noch bis zum 26. Juni in der Samariterkirche Berlin-Friedrichshain zu sehen.
>>> Weitere Informationen

25. April 2013: Lage der Menschenrechte in Deutschland

Die Bundesrepublik Deutschland hat sich vor dem UN-Menschenrechtsrat zur Lage der Menschenrechte in Deutschland erklärt. Das Forum Menschenrechte als NGO-Netzwerk beanstandete in diesem Kontext zuvor die unzureichende Umsetzung in Politikfeldern wie Asyl und Migration, die weit hinter den selbst gestellten Ansprüchen zurück steht. Scharf kritisiert wird zum Beispiel der Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die nach EU-Aufnahmerichtlinie als besonders schutzbedürftig gelten. Bisher werden sie bei der Betreuung und Unterbringung wie Erwachsene behandelt. Es wird empfohlen, besonders schutzbedürftige Flüchtlinge wie unbegleitete Minderjährige und psychisch Traumatisierte nicht in Abschiebehaft zu nehmen. Viele Fragen der Staatenvertreter im UN-Menschenrechtsrat beschäftigten sich auch mit der Sorge um eine zunehmende Ausländerfeindlichkeit und der Diskriminierung von Migranten in Deutschland. Im Anschluss an die Sitzung begrüßte das Deutsche Institut für Menschenrechte daher die Zusage der Bundesregierung, den Rechten von Migranten und dem Schutz vor Rassismus in der innenpolitischen Debatte mehr Gewicht zu geben. Der würdige Umgang mit Migranten und Flüchtlingen sowie die Möglichkeit einer professionellen psychotherapeutischen Behandlung bei Traumatisierung ist auch dem bzfo ein besonderes Anliegen.
>>> Lesen Sie hier mehr...

Zur Liveübertragung per UN Web-TV und weiteren Informationen gelangen Sie beim Deutschen Institut für Menschenrechte.

April 2013: Ein Jahr Anerkennungsgesetz in Deutschland

Das vor ca. einem Jahr verabschiedete Anerkennungsgesetz ermöglicht Migrantinnen und Migranten in Deutschland, in ihrem ursprünglich erlernten Beruf zu arbeiten. Bisher sind viele weit unter ihrer Qualifikation beschäftigt. Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Migration und Integration (SVR) erkennt den Fortschritt des Gesetzes für die Integration an, weist aber auf erhebliche Lücken hin. Weder gilt das Gesetz für alle Berufe, noch findet es bundesweit einheitlich Anwendung. Für viele Berufe wie zum Beispiel Lehrer oder Ingenieure sind die Länder zuständig. Lediglich in fünf Bundesländern sind aber bisher Anerkennungsgesetze in Kraft getreten. Zudem sind die Anerkennungsverfahren für Außenstehende nahezu undurchschaubar.
>>> Lesen Sie mehr bei Spiegel Online...
>>> Zum Jahresgutachten des SVR gelangen Sie hier...

April 2013: Erinnerung an die Vertreibung jüdischer Ärzte und Krankenschwestern aus dem Krankenhaus Moabit im April 1933

Im April jährte sich zum 80. Mal die Vertreibung jüdischer Ärzte aus öffentlichen Krankenhäusern, Gesundheitsämtern und Universitäten. Bzfo-Mitbegründer Christian Pross recherchierte Anfang der 80iger Jahre über die Verfolgung jüdischer Ärzte des Krankenhauses Moabit, dem jetzigen Standort des Zentrums Überleben. Am 23. März 1933 erschien im "Völkischen Beobachter", dem Kampfblatt der NSDAP, ein Aufruf des Nationalsozialistischen Deutschen Ärztebundes, in dem es u.a. heißt: "Es gibt wohl keinen Beruf, der für die Größe und Zukunft der Nation so bedeutungsvoll ist wie der ärztliche. Aber keiner ist auch so verjudet wie er und so hoffnungslos in volksfremdes Denken hineingezogen worden. Jüdische Dozenten beherrschen die Lehrstühle der Medizin, entseelen die Heilkunst und haben Generation um Generation der jungen Ärzte mit mechanistischem Geist durchtränkt..."
>>> Lesen Sie hier den gesamten Artikel als PDF...

März 2013: Fallstudien zu Folter im Iran

Die englische Organisation Freedom from Torture dokumentiert in ihrem aktuellen Report 50 Fälle von Folter im Iran seit der Präsidentenwahl im Juni 2009. Sie zeigen, wie brutal iranische Behörden gegen die Engagierten der sogenannten Grünen Revolution im Vorfeld der Wahlen sowie in den Protesten gegen das Wahlergebnis und die darauffolgenden Menschenrechtsverletzungen vorgingen und -gehen. In 2012 behandelte das bzfo 74 Iraner/innen, dies war die die drittgrößte Patientengruppe.
>>> Hier gelangen Sie zum Report von Freedom from Torture...

14. März 2013: 25 Jahre nach den Giftgasangriffen der irakischen Armee auf Halabja

"Wir begrüßen ausdrücklich die heutige Debatte im Deutschen Bundestag. Wir danken den federführenden Fraktionen für ihr wichtiges Engagement und freuen uns sehr über diese politische Unterstützung, die für die Menschen vor Ort so wichtig ist," erklärt Salah Ahmad, der Direktor des Halabja Center for Victims of Chemical Attacks, einem Projekt des bzfo.
>>> Zur Pressemitteilung

8. März 2013: Internationaler Frauentag - „Wer schlägt, der geht - aber..."

Frauenrechte zu schützen kann auch bedeuten sich für Männerberatungsstellen einzusetzen. Susanne Höhne, Psychologische Psychotherapeutin und Leiterin des Frauen-Wohnverbunds in einem Interview zur multiprofessionellen und interkulturellen Frauenarbeit im bzfo.
>>> Lesen Sie hier das Interview

Februar 2013: DRK plädiert für Aufnahme syrischer Flüchtlinge in Deutschland

Das Deutsche Rote Kreuz setzt sich für die Aufnahme syrischer Flüchtlinge in der Bundesrepublik ein. In einem Brief an Außenminister Westerwelle und Innenminister Friedrich spricht sich DRK-Präsident Seiters dafür aus, Syrer nach Deutschland einreisen zu lassen, die hier bereits Verwandte haben. Er würde es zudem begrüßen, wenn sich die Bundesregierung auch auf europäischer Ebene für die Aufnahme von Flüchtlingen einsetzen würde. - Schätzungen zufolge sind im Bürgerkriegsland Syrien zwei Millionen Menschen auf der Flucht. Mehr als 660.000 haben in den Nachbarstaaten Schutz gefunden. Nach den schweren Gefechten in der ostsyrischen Stadt Al-Schaddade haben sich rund 40.000 Einwohner in Hasaka in Sicherheit gebracht. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen teilte mit, in den vergangenen Tagen seien zusätzliche Lebensmittellieferungen dorthin gebracht worden. Mehr erfahren Sie unter www.dradio.de/nachrichten.

zfm-Dokumentarfilm "Kosovo in 8 Days" auf DVD erhältlich

Sieben junge Deutsch-Kosovoalbaner/innen reisten mit den Filmemacher/innen in den Kosovo, um das Herkunftsland ihrer Familie zu portraitieren. Mit der Kamera begaben sie sich auf die Suche nach dem kulturellen Leben, dem Alltag der Menschen und der Natur im Kosovo der Gegenwart.
>>> Hier erhalten Sie weitere Informationen

18. September 2012: Catania-Projekt pflegen-und-leben.de ist Bundessieger 2012

pflegen-und-leben ist nicht nur ein „Ausgewählter Ort 2012" im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen", sondern nun auch der Bundessieger in der Wettbewerbskategorie Gesellschaft. Catania freut sich über diese Ehre und Auszeichnung!
Catania bietet mit dem Online-Portal pflegen-und-leben.de ein internetbasiertes psychologisches Beratungsangebot für pflegende Angehörige. Das Projekt verfolgt das Ziel, die pflegenden Angehörigen emotional zu entlasten. Die Prävention häuslicher Gewalt in der Pflege ist ein weiteres zentrales Anliegen.
>>> Mehr zum Projekt pflegen-und-leben.de

September 2012: Mehr Schutz für Flüchtlinge mit Behinderung - BRK-Allianz reicht Kurzbericht beim UN-Menschenrechtsrat ein

Das zfm engagiert sich stark für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge. Dabei stützen wir uns auf die EU-Richtlinien, die Mindeststandards im Umgang mit vulnerablen Flüchtlingen wie z.B. Behinderten festlegen. 78 Verbände der deutschen Zivilgesellschaft, darunter das zfm, haben als BRK-Allianz fristgemäß einen 16-seitigen Kurzbericht zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Deutschland beim Menschenrechtsrat der UN in Genf eingereicht.
>>>Hier finden Sie weitere Informationen...

September 2012: EuGH stärkt Recht auf Asyl bei Verfolgung wegen Religion oder sexueller Orientierung

Der Europäische Gerichtshof widerspricht mit seinem Urteil der deutschen Behördenpraxis. Bei schwerwiegenden Einschränkungen und Gefahr von Übergriffen, muss ein Antragssteller als Flüchtling anerkannt werden.
>>>Lesen Sie dazu auch einen Beitrag auf zeit.de...

Juli 2012: zfm begrüßt aktuelle Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Asylbewerberleistungsgesetz

"Ein großes Glück wäre, wenn ich diese Sicherheit bekommen kann, als ein Mensch, egal ob Ausländer oder Deutscher, hier leben kann", so ein Klient des Zentrums ÜBERLEBEN. In seinem Urteil vom 18. Juli hat der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts jetzt die derzeitigen Regelungen zu den Grundleistungen in Form der Geldleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz für verfassungswidrig erklärt, da sie nicht mit dem Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums aus Art. 1 Abs. 1 GG in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 GG vereinbar sind. Gegen die Menschenwürde verstoßen aber weiterhin die Versorgung Asylsuchender mit Lebensmittelpaketen und anderen Sachleistungen, die Unterbringung in Lagern sowie das Arbeitsverbot. Hier besteht weiterhin dringender Änderungsbedarf. 
>>> Hier finden Sie die vollständige Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts...

Juli 2012: EU will Arbeitserlaubnis für Asylbewerber nach 6 Monaten

Im ersten Jahr nach ihrer Ankunft in Deutschland dürfen Asylbewerber nicht arbeiten. Eine neue EU-Richtlinie zur Verkürzung dieses Zeitraums auf sechs Monate wird allerdings die schwierige Situation von Asylbewerbern in Deutschland kaum verbessern.
>>> Lesen Sie hier einen Beitrag der Deutschen Welle (in Englisch)...

Februar 2012: Gemeinsam gegen "Gewahrsamseinrichtung"in Berlin-Schönefeld

In einer gemeinsamen Stellungnahme mit 68 weiteren Organisationen und mehreren Einzelpersonen wendet sich das bzfo (unter dem Dach des Zentrums ÜBERLEBEN) gegen die Inhaftierung von Asylsuchenden auf dem neuen Großflughafen BER Willy Brandt und gegen die Durchführung von Asyl-Schnellverfahren.
>>> Hier gelangen Sie zur Gemeinsamen Stellungnahme Flughafenverfahren (PDF)